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Historisches

Entstehung der Volkskunst

Etwa 200 Jahre nach der Besiedlung des Erzgebirges beginnen die reichen Silberfunde vom 14. bis weit  in das 17. Jahrhundert hinein das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Landschaft und ihrer Menschen zu prägen.

Nachdem sich die Blütezeit des Bergbaus dem Ende neigte, mussten sich die Bergleute des Erzgebirges andere Erwerbsmöglichkeiten suchen. Die reichen Holzbestände aus den tiefen Wäldern brachten billigen Rohstoff und eine noch heute blühende Produktion nahm ihren Anfang. Doch die Menschen im Erzgebirge sind nicht umsonst nach wie vor als ideen- und erfindungsreich bekannt. Im Sinne ihrer Tradition und der Vertrautheit zum Werkstoff Holz entdeckten sie die Schnitzkunst eine neue Existenzgrundlage. Wer kennt sie nicht, die vielen erzgebirgischen Figuren: Nussknacker, Räuchermänner, Bergleute und Engel und die anderen Lichtträger, die aus der Sehnsucht der Bergleute nach hellem Tag in festem Gottvertrauen und ihrer volkstümlichen Erzählkunst von Generation zu Generation entstanden sind.